Landesgartenschau Mülheim an der Ruhr 1992
1. Preis mit Horst Wagenfeld

Landesgartenschau Mülheim an der Ruhr 1992
1. Preis mit Horst Wagenfeld

Grundlage des Entwurfs waren die von der Ruhr geprägte Geschichte der Stadt, die landschaftliche Lage am Fluss und die charakteristischen Merkmale der einzelnen Planungsbereiche, sowie das sensible Eingehen auf das Vorhandene.
Weniger die formale Ausprägung, die Überfremdung des Geländes mit einer Großform oder einer einheitlichen Formsprache, sondern die Entwicklung aus dem Bestand, dem Vorgefundenen und den bestimmenden Architekturen prägten die Entwurfsphilosophie.

Der Entwurf schuf eine Verbindung mit 7.2 Kilometern städtischem und landschaftlichem Ruhrumfeld - im Westen ausgehend vom Schlosspark Styrum über Schloss Broich bis Kloster Saarn. Das Gelände bestand früher aus einer Vielzahl oft nicht zusammenhängender ungeordneter Flächen, Müllkippen, wilde Parkplätze, Fabrikbrachen, die mit entsprechender Verknüpfung und Gestaltung zu einem erlebnisreichen grünen Netzwerk zusammenwuchsen.

Die Leitlinien stellten dabei einerseits der Fluss in der Stadt dar, an dessen Ufern und Talhängen sich die Teilbereiche aneinander reihen, und andererseits die parallel verlaufende Gleistrasse der stillgelegten Ruhrtalbahn in Form von Bahndämmen und Hangeinschnitten.

Die neuen Querverbindungen zu den Nord-Süd-Achsen ermöglichen heute das Überwinden des Höhenniveaus, sowie der Verkehrswege und erfüllen damit das Ziel, aus den Stadtteilen unterschiedliche Rundwege zu entwickeln. Nach jahrzehntelanger Trennung sind somit viele Mülheimer Vororte durch die Tätigkeit der Landschaftsarchitekten wieder direkt miteinander verbunden.